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Zum Ende der Seite springen [Leichtathletik-EM] Goldener deutscher Abend durch Sailer und Stahl
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Text [Leichtathletik-EM] Goldener deutscher Abend durch Sailer und Stahl Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Goldener deutscher Abend durch Sailer und Stahl
Die medaillenlose deutsche Zeit bei der EM ist vorbei. Verena Sailer siegte über 100 Meter, und Linda Stahl gewann das Speerwerfen.

Mit zwei Sensationssiegen und drei Medaillen binnen fünf Minuten haben Deutschlands Leichtathleten ihre Pleitenserie am 3. EM-Tag von Barcelona gestoppt. Erst gewann Verena Sailer (Mannheim) in 11,10 Sekunden trotz Gegenwind das erste deutsche 100-m-Gold seit Katrin Krabbe 1990. Dann siegte Linda Stahl, die wie ihre Vorgängerin Steffi Nerius in Leverkusen bei Helge Zöllkau trainiert, mit 66,81 m sensationell mit dem Speer. Den Triumph komplettierte Christina Obergföll (Offenburg) durch Silber mit 65,58 m.

„Sowas ist unglaublich. Dass ich Europameisterin bin, ist so ein Wahnsinn. Ich freue mich schon so sehr, die Hymne zu hören“, meinte Verena Sailer, die schon 2009 als WM-Halbfinalistin in Berlin schnellste Europäerin und Weiße gewesen war. Im Finale von Barcelona schlug die Dritte der Hallen-EM ein französisches Duo: In 11,11 wurde Veronique Mang Zweite, in 11,18 gab es Bronze für Myriam Soumare.

Verena Sailer, U20-Weltmeisterin von 2007, gewann damit die erste deutsche Sprintmedaille einer deutschen Frau seit Melanie Paschkes Bronze 1994 in Helsinki. Auch die schwarzen Rivalinnen im Finale schreckten die gebürtige Allgäuerin nicht. Die frühere Turnerin, Schützling von Valerij Bauer, sagt ohnehin: „Ich glaube nicht, dass ich weniger Talent habe, nur weil ich weiß bin.“

„Unglaublich, dass Linda jetzt die Nachfolgerin von Steffi ist“, meinte Helge Zöllkau freudestrahlend, während die im Vorjahr zurückgetretene Weltmeisterin den Triumph der Klubkameradin als Co-Kommentatorin im Fernsehen erlebte. Und die neue Europameisterin Stahl meinte: „Ich wusste nach dem Einwerfen, wenn ich bei der Sache bin, kann ich einen raushauen. Und das ist mir gelungen.“

Medizinstudentin Linda Stahl (24) galt schon seit Jahren als große Hoffnung, doch eine Medaille hatte die bisher mit einer Bestleistung von 66,06 m verzeichnete WM-Sechste aus Leverkusen bisher noch nie gewonnen. Selbst bei den deutschen Meisterschaften war sie nur Dritte gewesen beim Sieg ihrer Klubkameradin Katharina Molitor, die mit 63,81 m EM-Vierte wurde hinter Tschechiens Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Barbora Spotakova (65,36).

Christina Obergföll, die Deutschland Leichtathleten 2008 mit ihrem Speerwurf-Bronze in Peking vor der totalen Medaillenpleite gerettet hatte, blieb dagegen erneut der erste große Titel versagt. Schon zweimal war sie Vize-Weltmeisterin. „Endlich die erste EM-Medaille. Auch wenn ich von der Weite her meine Erwartungen nicht erreichen konnte“, meinte Christina Obergföll, die 2006 beim Speertriumph von Steffi Nerius in Göteborg Vierte geworden war.

Im Hochsprung gewann Alexander Schustow mit 2,33 m das dritte russische Gold, im Dreisprung Weltmeister Phillips Idowu mit 17,81 m den zweiten britischen, im Zehnkampf Romain Barras (8453) den zweiten französischen Titel. Dabei war erstmals bei einer internationalen Meisterschaft kein Deutscher am Start.

Stunden zuvor hatte Hallen-Vizeweltmeister Malte Mohr im Stabhochsprung die Zahl der deutschen Erstrundenausfälle auf zehn erhölt. Er meinte zu seinem Scheitern: „Ich habe beim letzten Versuch auf einen härteren Stab gewechselt, aber dann hat mich eine Bö erwischt.“ Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), der mit ihm zusammen an Position zwei der Europarangliste steht (5,80 m), schaffte ebenso Fabian Schulze (München) mit 5,65 m den Finaleinzug.

Auf der Strecke blieben Dreispringerin Katja Demut (Jena) mit drei ungültigen Versuchen in der Qualifikation sowie Daniel Schnelting (Rhede) im 200-m-Vorlauf als Vierter in 20,98 Sekunden. Ähnlich schwach scheiterte am Abend im Halbfinale Sebastian Ernst (Wattenscheid) als Letzter in 20,95 und meinte: „Ein Albtraum. Peinlich.“ Den anderen Lauf gewann Frankreichs neuer Star Christoph Lemaitre 22 Stunden nach dem 100-m-Triumph in 20,39.

18 Jahre nach dem 5000-m-Olympiasieg von Dieter Baumann an gleicher Stelle schaffte dessen Schützling Arne Gabius auf der dieser Distanz in 13:39,78 als Vorlaufsiebter den Einzug ins Finale am Samstag. Ins 110-m-Hürden-Halbfinale am Freitag zogen der deutsche Meister Martin Bühler (Offenburg) in 13,62 Sekunden und Alexander John (Leipzig) ebenfalls als Vierter seines Laufes in 13,61 ein.

Quelle: welt.de



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Silber und Bronze für deutsches Stab-Duo

Barcelona (dpa) - Stabhochspringerin Silke Spiegelburg hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona Silber erobert, Lisa Ryzih sorgte mit Bronze für einen deutschen Doppelerfolg. Mit 4,65 Metern musste Spiegelburg nur der Russin Swetlana Feofanowa den Vortritt lassen. Europas Saison-Beste Carolin Hingst enttäuschte dagegen als Elfte im Feld der zwölf Springerinnen.

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Leichtathletik-EM: Der deutsche Medaillenexpress rollt

BARCELONA - Nach dem goldenen Befreiungsschlag durch Europas neue Sprintkönigin Verena Sailer und Speer-Überraschung Linda Stahl rollt der deutsche

Am vierten Tag der Leichtathletik-EM von Barcelona gewann die Frankfurter WM-Zweite Betty Heidler wie bei der WM 2007 mit 76,38 m Hammerwurf-Gold, die Leverkusener WM-Vierte Silke Spiegelburg mit 4,65 m Silber und die Ludwigshafener U23-Europameisterin Lisa Ryzih höhengleich Bronze im Stabhochsprung.

Der Berliner Carsten Schlangen hat den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert und in Barcelona völlig überraschend EM-Silber über 1.500 m gewonnen. Der 29-Jährige musste sich nach einem taktisch klugen Rennen in 3:43,52 Minuten nur dem spanischen Sieger Arturo Casado geschlagen geben, der 3:42,74 lief. Im Fotofinish verwies Schlagen den zweiten Spanier Manuel Olmedo (3:43,54) auf Rang drei.

"Unsere Medaillenzahl wird noch zweistellig. Ich sehe am Samstag und Sonntag noch Chancen auf zehn Medaillen und darunter einige Titel", blickte Clemens Prokop als Präsident des Deutschen Leichtathletik-Finals auf das Finale.

"Ich wusste, dass was ich kann und hatte auf Gold gehofft", bekannte die freudestrahlende Betty Heidler, die zuvor die schon erklärt hatte: "Mein Ziel ist mindestens Silber." Im zweiten Durchgang landete die deutsche Rekordlerin (77,12) den großen Wurf, den weder Russlands frühere Dopingsünderin Tatjana Lysenko (75,65) noch Polens Weltmeisterin und Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk (73,56) zu kontern verstanden. Nur sie selbst packte im fünften Versuch mit 76,38 m noch einen drauf. Ihre Klubkameradin Kathrin Klaas war als WM-Vierte kläglich in der Qualifikation gescheitert.

'Es wird Zeit, dass diese Medaille kam'

Für Betty Heidler, 2006 EM-Fünfte und 2008 Olympianeunte, war es die dritte große Medaille der Karriere. Für Silke Spiegelburg nach Silber bei der Hallen-EM die erste im Freien, für Ryzih die erste bei den Frauen überhaupt.

"Es wurde Zeit, dass diese erste Medaille kam. Ich hätte sie gern schon letztes Jahr in Berlin gewonnen", meinte Spiegelburg, die Tränen vergossen hatte, als sie bei der Heim-WM auf Platz vier landete. Bis 4,65 m leistete sich die 24-Jährige, die zum Auftakt der Diamond League in Doha gesiegt hatte, keinen Fehlversuch. Bei 4,70 m scheiterte die Olympiasiebte zweimal und hob den letzten Sprung wie die frühere U20-Weltmeisterin Lisy Ryzih für 4,75 m auf. Doch beide scheiterten.

Deutsche Starter überstehen Vorkämpfe

Glänzend schlug sich auch der WM-Fünfte Andre Höhne (Berlin), auch wenn sich mit Platz sieben im 50-km-Gehen seine heimlichen Medaillenhoffnungen nicht erfüllten. "Es war hart. Ich hatte Magenkrämpfe, aber habe mich durchgebissen", meinte Höhne, während der Potsdamer Christoph Linke nach zwei Verwarnungen aufgab.

Am Vormittag hatten die deutschen Starter erstmals alle die Vorkämpfe überstanden. Die WM-Dritte Ariane Friedrich (Frankfurt) zeigte nahm wie Kroatiens Weltmeisterin Blanka Vlasic 1,92 m auf Anhieb: "Physisch und psychisch alles Bestens."

Carolin Nytra erreichte als Vorlauf-Zweite in 12,89 Sekunden wie Nadine Hildebrand (Kornwestheim/13,25) und Cindy Roleder (Leipzig/13,19) das Halbfinale vor dem Finale am Samstag. "Ich habe versucht, nichts zu riskieren. Mein Ziel war und ist eine Medaille."

Bartels optimistisch

Titelverteidiger Ralf Bartels war vor dem Finale am Samstag mit 20,37 m zweitbester Kugelstoßer der Qualifikation: "Dass ich es im ersten Versuch geschafft habe, gibt mir Sicherheit. Der Ring liegt mir." Weiter kam auch Junioren-Weltmeister David Storl (Chemnitz) mit 20,24 trotz leichter Blockade der Halswirbelsäule.

Das Finale erreichten auch Speerwerfer Matthias de Zordo (Saarbrücken) mit 82,34 m und Steffen Uliczka (Kronshagen/Kiel) über 3.000 m Hindernis.

Vize-Weltmeisterin Jennifer Oeser lag kurz vor Halbzeit des Siebenkampfs als Dritte hinter der führenden Weltmeisterin Jessica Ennis und der ukrainischen Olympiasiegerin Natalja Dobrynska auf Medaillenkurs. Zum Auftakt hatte Leverkusenerin mit Hürdenbestzeit von 13,37 Sekunden geglänzt. Deutlich zurück lagen Maren Schwerdtner aus Hannover (12.) und Claudia Rath aus Frankfurt/Main (16).

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Deutsche Sprint-Damen verpatzen die Staffel

Schnell laufen ist in der Staffel eine Sache, die Wechsel sind die andere und das wurde den deutschen Damen bei der EM in Barcelona über 4 x 100 Meter zum Verhängnis. In der letzten Kurve platzte im Vorlauf der Medaillentraum, weil beim Wechsel von Anne Möllinger auf Europameisterin Verena Sailer der Stab zu Boden fiel.

"Die Enttäuschung ist echt hart. Das Rennen lief super, nur zum Schluss hat es nicht geklappt", sagte Sailer. Die WM-Dritten von 2009 wurden disqualifiziert. Der Endlauf am Sonntagabend findet ohne die Mitfavoritinnen statt.

Nach einem guten Start von Yasmin Kwadwo und Marion Wagner hatte das deutsche Quartett klar auf Finalkurs gelegen. Doch beim letzten Wechsel passte das Timing nicht. Möllinger lief ein wenig zu dicht auf Sailer auf, die 100-Meter-Siegerin griff ans Handgelenk ihrer Teamkollegin statt an das Staffelholz, und in der Folge fielen Möllinger und der Stab zu Boden.

Kann immer passieren

"Keine Ahnung, warum ich plötzlich auf dem Boden lag", sagte die 24-Jährige mit Tränen in den Augen. "Ich hatte mich so konzentriert, ihr das Holz in die Hand zu legen, und plötzlich habe ich nur noch die blaue Bahn gesehen."

Sailer tröstete Möllinger noch in den Katakomben des Olympiastadions. "Wir sind beide in der gleichen Situation. Das war unser Wechsel, deshalb kann man niemandem die Schuld zuschieben", sagte Sailer. Auch von den beiden anderen Teamkolleginnen kam kein Vorwurf.

"Das kann passieren", sagte Wagner. "Letztes Jahr sind schon bessere Staffeln rausgeflogen, dieses Jahr waren wir es. Das geht so schnell." Bei der WM in Berlin hatte die deutsche Bronzestaffel mit ihr, Möllinger, Cathleen Tschirch und Sailer auch davon profitiert, dass die US-Amerikanerinnen wegen eines Wechselfehlers bereits im Vorlauf ausgeschieden waren.

Herren souverän im Finale

Den Deutschen passierte dieses Missgeschick zum zweiten Mal nacheinander bei einer EM. Schon 2006 in Göteborg hatte ein Wechselfehler von Tschirch auf Sailer das Aus im Vorlauf bedeutet. "Das war heute eine Art Déjà-vu", sagte Sailer.

Besser klappte es bei den männlichen Kollegen. Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow und Martin Keller gewannen ihren Vorlauf in 38,75 Sekunden vor Italien und Portugal. Broening musste kurzfristig Sebastian Ernst ersetzen, der sich beim Warmlaufen eine Zerrung zugezogen hatte. Auch das französische Quartett gewann seinen Vorlauf, schonte dabei aber seinen Star Christophe Lemaitre für das Finale am Sonntag. Der hatte am Freitag nach Gold über 100 auch den Titel über 200 Meter geholt.

Harting haut einen raus

Diskuswurf-Weltmeister Robert Harting erreichte ganz souverän seinen Endkampf. Der 25 Jahre alte Berliner warf in der Qualifikation starke 66,93 Meter - gefordert waren lediglich 63,50. "Es läuft alles. Ich mache mir keine Sorgen", sagte Harting, der nun am Sonntag im Finale der große Favorit ist.

Der Weltmeister erzielte im Vorkampf eine bessere Weite als Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland (65,43), als der WM-Zweite Piotr Malachowski aus Polen (63,69) oder Titelverteidiger Virgilijus Alekna aus Litauen (63,93). Als Neunter mit 62,57 Metern überstand auch Martin Wierig aus Magdeburg die Qualifikation. Markus Münch (Wedel/Pinneberg) schied dagegen als 24. aus (58,81).

4 x 400-Meter-Staffeln im Finale

Die beiden deutschen 4 x 400-Meter-Staffeln haben ihren Endlauf erreicht. Die deutschen Männer wurden in der Besetzung Kamghe Gaba, Bastian Swillims, Jonas Plass und Thomas Schneider nach 3:03,83 Minuten Zweite ihres Vorlaufs hinter Belgien. Das deutsche Frauen-Team mit Janin Lindenberg, Esther Cremer, Jill Richards und Claudia Hoffmann belegte in einer Zeit von 3:28,67 Minuten den zweiten Platz hinter Italien. Beide Finals finden am Sonntagabend zum Abschluss der Europameisterschaften statt.

Den Marathon der Frauen gewann in Zivile Balciunaite erstmals eine Litauerin. Die 31-Jährige lief die 42,195 Kilometer in 2:31:14 Stunden. Silber ging an die Russin Nailya Yulamanova (2:32:15) vor Anna Incerti aus Italien (2:32:48). Deutsche waren nicht am Start.

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31.07.2010 13:27 Swenni ist offline E-Mail an Swenni senden Homepage von Swenni Beiträge von Swenni suchen Nehmen Sie Swenni in Ihre Freundesliste auf
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Kugelstoßer Ralf Bartels gewinnt EM-Bronze

Barcelona (dpa) - Titelverteidiger Ralf Bartels hat in Barcelona mit dem letzten Versuch die Bronzemedaille im Kugelstoßen gewonnen. Der 32 Jahre alte WM-Dritte belegte am Abend mit 20,93 Meter Platz drei hinter dem neuen Europameister Andrei Miknewitsch aus Weißrussland und Olympiasieger Tomasz Majewski aus Polen. Nach den ersten fünf Stößen war der Neubrandenburger noch Vierter gewesen. Der 20 Jahre alte David Storl erreichte den fünften Rang.

@klamm.de

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Nytra und Hildebrand erreichen Hürden-Finale

BARCELONA - Carolin Nytra und Nadine Hildebrand haben bei der Leichtathletik-EM in Barcelona den Endlauf über 100 Meter Hürden erreicht.

Die Medaillenkandidatin aus Bremen belegte in ihrem Halbfinale nach 12,75 Sekunden den zweiten Platz hinter der Türkin Nevin Yanit (12,71).

"Ich war wieder tierisch aufgeregt. Jetzt heißt es einfach draufhalten und weiter geht's", sagte Nytra. Die Stuttgarterin Hildebrand qualifizierte sich als Halbfinal-Vierte mit einer persönlichen Bestzeit von 12,96 Sekunden für das um 20.25 Uhr vorgesehene Finale.

Cindy Roleder (Leipzig) schied dagegen aus. Sie wurde disqualifiziert, weil sie die letzte Hürde umgestoßen hatte.

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Siebenkämpferin Oeser steht vor EM-Medaillengewinn

BARCELONA - Die WM-Zweite Jennifer Oeser steht im Siebenkampf bei der Leichtathletik-EM in Barcelona vor dem Gewinn einer Medaille.

In der sechsten und vorletzten Disziplin, dem Speerwurf, verteidigte die 26-jährige Leverkusenerin mit 5.751 Punkten ihren dritten Platz.

Allerdings beträgt der Abstand zur viertplatzierten Russin Tatjana Tschernowa nur 125 Zähler. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel liefern sich Weltmeisterin Jessica Ennis (Großbritannien), die vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf am Abend mit 5.861 Punkten auf Platz eins liegt, und Olympiasiegerin Natalija Dobrynska. Die Ukrainerin sitzt Ennis mit nur 18 Punkten Rückstand im Nacken.

Bestleistungskurs

Auf Bestleistungskurs liegen die Oeser-Mitstreiterinnen Maren Schwerdtner aus Hannover, die mit 5.369 Punkten Rang sechs belegt, und Claudia Rath. Die Frankfurterin ist Neunte mit 5.218 Punkten.

Die Polizeiobermeisterin Oeser absolvierte bislang einen großartigen Mehrkampf und könnte erstmals die 6.500-Punkte-Grenze in ihrer Karriere übertreffen. Allein in vier Disziplinen stellte sie persönliche Bestleistungen auf: Über 100 Meter Hürden (13,37 Sekunden), 200 Meter (24,07 Sekunden), im Weitsprung (6,68 Meter) und im Speerwurf (49,17 Meter). In ihrem besten Siebenkampf hatte sie im vergangenen Jahr 6.427 Punkte erreicht.

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Siebenkämpferin Oeser gewinnt EM-Bronze

BARCELONA - Die deutsche Siebenkämpferin Jennifer Oeser hat die Bronzemedaille bei der Leichtathletik-EM in Barcelona gewonnen.

Im abschließenden 800-Meter-Lauf konnte die 26-jährige Leverkusenerin ihren dritten Platz verteidigen und stellte zugleich eine persönliche Bestleistung von 6.683 Punkten auf.

Ein Jahr nach ihrem WM-Sieg gewann die Britin Jessica Ennis mit 6.823 Punkten auch den EM-Titel. Zweite wurde Olympiasiegerin Natalija Dobrynska (Ukraine) mit 6.778 Punkten.

Maren Schwerdtner aus Hannover belegte mit 6.167 Punkten Rang neun. Die Frankfurterin Claudia Rath erreichte Rang elf mit 6.107 Zählern.

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Kugelstoßer Ralf Bartels gewinnt EM-Bronze

BARCELONA - Titelverteidiger Ralf Bartels hat bei der Leichtathletik-EM in Barcelona mit dem letzten Versuch die Bronzemedaille im Kugelstoßen gewonnen.

Der 32 Jahre alte WM-Dritte belegte mit 20,93 Meter Platz drei hinter dem neuen Europameister Andrei Miknewitsch aus Weißrussland (21,01) und Olympiasieger Tomasz Majewski aus Polen (21,00).

Nach den ersten fünf Stößen war der Neubrandenburger noch Vierter gewesen. Der 20 Jahre alte David Storl (Chemnitz) erreichte mit 20,57 Metern den fünften Rang.

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Nochmal fünf Medaillen: DLV-Team stürmt den Montjuic

Barcelona (dpa) - Die deutschen Leichtathletik-Asse haben am Super-Sonntag der Europameisterschaften den Montjuic von Barcelona gestürmt und die EM-Bilanz von Göteborg deutlich übertroffen.

Christian Reif glückte der Gold-Sprung, Robert Harting und die Frauen-Staffel über 4 x 400 Meter eroberten Silber, Ariane Friedrich holte Bronze vom Abendhimmel. Zum Auftakt des letzten Wettkampftages hatte die Sprintstaffel der Männer das Dutzend voll gemacht - am Ende der Titelkämpfe feierte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die Traumbilanz von 16 Medaillen (4 Gold/6 Silber/6 Bronze).

Weitspringer Reif bot mit seinen 25 Jahren eine reife Leistung und wurde mit Gold belohnt: Mit 8,47 Metern verfehlte der Saisonaufsteiger aus Ludwigshafen den 30 Jahre alten deutschen Rekord von Lutz Dombrowski nur um sieben Zentimeter. Die Sprint-Staffel der Damen setzte im Finale über 4 x 400 Meter mit der 16. Medaille den silbernen Schlusspunkt. So viel Edelmetall gab es für die deutschen Asse letztmals bei der Heim-EM 2002 in München. Vor vier Jahren hatte das EM-Team nur zehn Medaillen aus Schweden mitgebracht.

Hochsprung-Ass Ariane Friedrich (Frankfurt) freute sich nach ihrem 2,01-Meter-Satz auch über Rang drei. Kroatiens Weltmeisterin Blanka Vlasic (2,03) stieg im Olympiastadion von 1992 auch zur Europameisterin auf. Harting hatte Pech und verpasste sein insgeheim erhofftes erstes EM-Gold nur um die halbe Armlänge von 40 Zentimetern. Trotz einer starken Sechser-Serie und 68,47 Meter verlor der 25 Jahre alte Berliner die WM-Revanche gegen Vizeweltmeister Piotr Malachowski: Der Pole triumphierte mit der Siegweite von 68,87.

80 Minuten zuvor hatte die Sprintstaffel der Männer über 4 x 100 Meter das deutsche Medaillen-Dutzend voll gemacht. Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow und Martin Keller mussten sich in 38,44 Sekunden nur den Franzosen mit dem neuen Sprintkönig Christophe Lemaitre (38,11) und Italien (38,17) geschlagen geben. Der 20-Jährige holte sein drittes Gold und ist damit der erfolgreichste Athlet dieser EM. Doch auch ein dritter Platz kann glücklich machen. «Wir sind super happy. Schön, dass es geklappt hat. Wir wollten unbedingt eine Medaille», sagte Startläufer Unger.

Nicht nur auf Harting und die Sprinter war am Wochenende Verlass, bereits am Samstag regnete es Medaillen: Sensations-Silber für Speerwerfer Matthias de Zordo, Bronze für Siebenkämpferin Jennifer Oeser, Kugel-Koloss Ralf Bartels und Hürdensprinterin Carolin Nytra. Damit hatten die DLV-Asse bei der EM-Expedition auf dem Montjuic ihren Aufwärtstrend fortgesetzt - 2012 in London soll der Gipfel in Angriff genommen werden. «Ich glaube an die Mannschaft, sie hat eine tolle Perspektive für die Olympischen Spiele», sagte DLV-Präsident Clemens Prokop der Nachrichtenagentur dpa.

Mittelmeer statt Mittelmaß: Das Team der Zukunft hat sich bei den 20. Europameisterschaften nach einem Fehlstart noch prächtig geschlagen. «Wir sind enttäuschend gestartet und haben mit Überraschungen aufgehört», resümierte Prokop nach vier «tollen Tagen» mit Sternstunden und Sensationen in der Olympia-Stadt von 1992. Nur an den ersten beiden Tagen war der DLV medaillenlos geblieben. «Wenn man so viele Medaillen gewinnt, kann man nur sagen: Ziel erreicht!»

Der Schwung der Heim-WM in Berlin (9 Medaillen) hat den Club der «Jungen Wilden» - Durchschnittsalter 25,9 Jahre - auch in Barcelona beflügelt. Der Titel-Traum ging für Sprinterin Verena Sailer, Linda Stahl mit dem Speer, Hammer-Frau Betty Heidler und Weitenjäger Reif in Erfüllung.

Allerdings gab es auch Enttäuschungen: Der achte Platz von Nadine Müller (Diskus) sowie das Qualifikations-Aus von Markus Esser (Hammer) und Malte Mohr (Stabhoch) waren nicht eingeplant. Dick auf dem Zettel stand auch eine Medaille für die 4 x 100-Meter-Staffel der Frauen, doch ein Wechselfehler begrub alle Hoffnungen.

Verena Sailers Sprint-Gold und Carsten Schlangens Silber über 1500 Meter hauchten der schon x-Mal totgesagten Lauf-Abteilung des DLV neues Leben ein. Doch über den Berg sind Sprinter, Mittel- und Langstreckenläufer längst noch nicht. «Der Laufbereich muss jetzt erkannt haben, dass er eine Chance hat», urteilte Kurschilgen. «Der Sprinterfolg sollte die Signalwirkung haben. Man kann mit starker europäischer Konkurrenz mithalten.»

Mehr aber auch noch nicht: Denn gerade die Franzosen und auch die starken Briten hatten auf der blauen Bahn des Olympiastadions noch deutliche Vorteile. Beide Nachbarn «haben im Lauf zugelegt. Da müssen wir genau hinschauen, wie sie es machen», erklärte Prokop, der im eigenen Verband eine «Lauf-Offensive» gestartet hat.

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